Basic: Schneiden & Rillen

Schneiden

Um einen Schnitt zu machen, der eine gerade, scharfe Kante ergibt, verwendest du am Besten immer das Cuttermesser mit Schreibunterlage.

Als Schneidunterlage kannst du eine Schneidmatte aus Kunststoff oder Restpappe verwenden.

Du brauchst eine neue Unterlage, wenn deine Unterlage viele tiefe Schnitte aufweißt. Wenn dein Messer beim Zuschneiden deines Materials in einen alten Schnitt gerät, kann der aktuelle Schnitt unsauber werden.

Wenn du dein Material zuschneiden möchtest, mache dir Markierungen, an die du dein Stahllineal oder Schneidleiste anlegen kannst.

Dazu legst du das Material glatt und mit der Rückseite (wenn es eine gibt) nach oben aus und misst von der Kante aus deine Maßangabe auf den Millimeter genau ab. Die Markierung machst du am Besten mit einem Bleistift. Du brauchst mindestens zwei Markierungen, besser sind aber drei, denn die dritte Markierung kann zur Kontrolle dienen, ob die beiden relevanten Markierungen richtig abgemessen sind.

Lege dein Stahllineal oder deine Schneidleiste an den Markierungen an. Wenn es das Material zulässt, lege das Lineal von der Seite an, die die "Schöne" sein soll. Wenn dir das Messer abrutscht, schneidest du dann nicht in deinen Nutzen und kannst ihn unter Umständen nicht mehr verwenden, sondern in den Abschnitt.

Nimm das Messer zur Hand und fahre die Klinge 1-2 cm aus. Wenn du die Klinge zu weit raus schiebst, wird sie unstabil und wackelig. Wenn sie zu kurz ist, kann es passieren, wenn du zu sehr mit der Spitze und nicht mit der Klinge schneidest.

BuBiBasic Schneiden

Halte mit der einen Hand das Lineal an seiner Position. Nutze dafür die Daumen-Mittelfinger-Technik um eine möglichst lange Strecke fixieren zu können. Solltest deine Strecke länger sein, als du sicher halten kannst, setze das Messer ab und fixiere das Lineal neu.

Für den eigentlichen Schnitt fährst du mit der Klinge des Messers an der Schneidleiste entlang. Dabei geht es weniger darum mit der Klinge Druck auf das Schneidgut auszuüben, sondern das Messer mit einer gleichmäßigen, zügigen Bewegung durch das Material geschnitten. Setze besser noch mal den Schnitt an und wiederhole ihn so lange mit leichtem Druck bis das Material zerteilt ist.

Wann du fertig bist, merkst du, wenn das Material sich selber ein winziges Stück von dem Abgeschnittenen entfernt, wenn du mit dem Messer an der Schneidleiste entlangfährst.

Rillen

Rillen bedeutet, dass du durch Druck das Material umformst, sodass ein Vertiefung, also Rille entsteht. Dabei wird die Oberfläche deines Materials nicht verletzt. An dieser Rille entsteht eine "Soll-Knick-Stelle", wo das Material dazu neigt sich zu knicken. Bei Papier ist rillen meist nicht nötig, sehr wohl aber bei Karton, damit dieser an genau der Stelle umknickt, wo er soll. Pappe wiederum lässt sich mit einem Falzbein nicht rillen. Dafür sind schwere Rillmaschinen nötig.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Knick oder Falz an einer Rille immer sauberer ist und weniger Verwerfungen aufweist, als ohne.

Um eine Rille zu machen benötigst du einen weichen Untergrund wie eine Schneidmatte oder eine Restpappe.

Die Handgriffe ähneln denen beim Schneiden. Du nimmst dein Maß mit dem Stahllineal und machst dir mindestens zwei Markierungen, an denen du dein Lineal (oder eine andere Anlage) anlegst. Dann fährst du mit der Spitze deines Falzbeins an der Anlage entlang und übst gleichzeitig Druck aus.

BuBiBasic Rillen

Wichtig ist dabei, dass du das Falzbein nur zur dir hinziehst und nie von dir wegschiebst. Das ist die grundlegendste Regel beim Umgang mit dem Falzbein, denn mit der Spitze kannst du dich beim Schieben in das Material eindringen und die Oberfläche verletzen.

Wiederhole den Zug des Falzbeins bis du eine Vertiefung sehen kannst. Nehme die Anlage beiseite und falze nun deinen Karton.

Anleitung: Leporello

In dem diesem Video lernst du, wie du deine Material in die richtige Größe zuschneidest und den Zick-Zack-Falz rillst.