Buch & Wort No.1 - Buchblock & Einband

Hier startet eine Reihe, in der es um die Wörter in der Buchbinderei geht.

Wenn du über irgendwelche Begriffe stolperst, bei denen du dich schon immer gefragt hast, was sie bedeuten, schreib sie mir gern.


Grundlegend besteht ein Buch immer aus zwei Aspekten: Dem Buchblock und dem Einband

Der Buchblock ist das Innere eines Buches. Er besteht bei einem klassischen Buch immer aus dem Inhalt, dem Vorsatz, einer stabilisierenden Hinterklebung, und unter Umständen aus Dekor.

Der Inhalt kann bedruckt, beschrieben oder blanko sein. Er wird von einer Bindung zusammengehalten, die eine Fadenheftung oder Klebebindung sein kann. Im Prinzip ist es sogar egal, ob der Buchblock aus einer Lage besteht, und damit wenig Seiten hat, oder ob er aus mehreren Lagen und vielen Seiten besteht.

Zum Buchblock gehört, bei einem klassischen Buch, der Vorsatz. Der Vorsatz ist ein gefalzter Papierbogen, der schmal am Buchblock festgeleimt wird und später den Buchblock mit der Decke verbindet.

Es gibt einige Techniken bei denen ist das nicht nötig, aber bei einem klassischen Buch auf jeden Fall.

Die Vorsätze werden mittels einer Hinterklebung fixiert, die Gaze, Kraftpapier oder speziellem Buchbinder-Shirting bestehen kann.

Ebenfalls zu einem klassischen Buch gehört ein Kapitalband, also das kleine Bändchen, das am Kopf und Fuß am Rücken des Buchblocks sitzt. Meistens und nach Vorliebe kommt ein Lesezeichenband hinzu.

Wenn du all dies zusammenfügst, ist dein Buchblock fertig.

Wie du einen solchen Buchblock machst, kannst du übrigens unter der Rubrik Bücher binden nachlesen.