Leder in der Buchbinderei

Leder ist ein belastbares Einbandmaterial und seit langem beliebt.


Foliant, Codex, Kompendium, Almanach - wenn dir beim Lesen dieser Worte auch ein schweres, in Leder gebundenes Buch in den Sinn kommt, bist du damit nicht allein. 

Du kannst einiges über Leder in dieser Zusammenkunft erfahren und in den Videos darunter, findest du die Ausschnitte, die dir das Schärfen von Leder und Leder-Ecken zeigen. 

Alle Links und Zeitstempel findest du in der Videobeschreibung. 


Leder schärfen

Beim Schärfen von Leder verwendest du ein Schärfmesser, um von der Fleischseite des Leders so lange Schichten abzutragen, bis das Leder papierdünn ist. Das Leder für einen Einband wird an den Einschlägen und, wenn das Leder dick ist, am Falz geschärft.

Dadurch lässt sich das Leder besser um die Kanten ziehen und trägt Innen in der Buchdecke nicht so auf, dass Stufen entstehen, die durch den Vorsatz ertastet oder gar gesehen werden können. Das Verdünnen am Falz bewirkt, dass sich das dicke Leder nicht gegen die Scharnierfunktion sperrt und sich das Buch leicht aufschlagen lässt. 

Für das Schärfen von Leder benötigst du: 

Leder, optimalerweise Ziegenleder

  • ein Schärfmesser
  • einen Schärfstein oder Schärfpaste 
  • einen sehr glatten Untergrund. Klassischerweise wird dafür ein Lithographie-Stein verwendet, du kannst aber auch deine Schneidunterlage nehmen, sofern sie glatt und sauber ist. 
  • ein bissl Übung und Geduld

Leder ist ein verdammt zähes Material, was es ziemlich gut für einen langlebigen Bucheinband macht. Weniger gut ist, dass dein Schärfmesser bei seinem Einsatz schnell stumpf wird. Um es wieder scharf zu machen, schleifst du es am Besten manuell nach. Dafür kannst du einen Schärfstein, wie einen belgischen Blocken, oder Schärfpaste verwenden. 


Leder kaschieren und Ecken einziehen


Einschläge ausgleichen